Kapitalmarktbericht Mai 2017

Kapitalmarkt-Information                                            

Konjunktur / politische Entwicklungen:

Das globale Konjunkturumfeld präsentierte sich im Berichtsmonat April überwiegend freundlich. Während die USA ein für das erste Quartal schwächer als erwartetes BIP von 0,7% (annualisiert) meldete, konnte die Eurozone mit einem höherem Wachstum, weniger Arbeitslosen und geringeren Schulden aufwarten. Während die Einkaufsmanagerindizes – sowohl für das verarbeitende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor – weiterhin klar oberhalb der Wachstumsschwelle verharrten, kletterte der ifo-Geschäftsklimaindex auf den höchsten Stand seit 2011. Die Inflationsrate für die Eurozone stieg im April auf 1,9% und nährte damit Spekulationen hinsichtlich eines Kurswechsels der EZB.

Wiederholt dominierten politische Themen den Berichtsmonat. Sorgenvoll blickten Marktteilnehmer nach Frankreich, wo sich im Lauf des Monats ein Vierkampf um das Amt des nächsten französischen Präsidenten abzeichnete. Positive Wahlumfragen, die den linksliberalen Kandidaten Emmanuel Macron in Führung liegend sahen, sorgten bereits vor der ersten Wahlrunde für spürbare Erleichterung. Mit der Absicht die Position Großbritanniens in den bevorstehenden Austrittsverhandlungen mit der EU zu stärken, sorgte Premierministerin Theresa May mit der Ankündigung vorgezogener Neuwahlen für einen Paukenschlag. Aus den USA sorgten Hinweise des Finanzministers Mnuchin auf die geplante Steuerreform für Aufmerksamkeit. Dem Vernehmen nach soll diese bis zum Herbst verabschiedet sein.

Entwicklung Kapitalmärkte:

Die positive Entwicklung an den europäischen Aktienmärkten setzte sich auch im April fort. Unterstützend wirkten abnehmende politische Risiken sowie die konjunkturelle Entwicklung. Das Ergebnis der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl verhalf europäischen Aktien zu dem höchsten Tagesgewinn in diesem Jahr. Der EuroStoxx 50 erreichte in der Folge mehrfach neue Jahres-, der DAX sogar neue Allzeithochs. Per Monatsultimo wies der EuroStoxx 50 ein Plus von 2,04 % auf, während der DAX 1,02% zulegen konnte. Die US-Indizes schlossen sich an die positiven Vorgaben an. Die erfreulich verlaufende Berichtssaison half zusätzlich, so dass DowJones um 1,45% und der marktbreitere S&P 500 um 1,03% stiegen. Uneinheitlich präsentierten sich die asiatischen Börsen. Während der japanische Nikkei 1,52% hinzugewinnen konnte, büßte der chinesische Shanghai Composite 2,07% ein.

Auch der Rentenmarkt wurde im April maßgeblich durch die Wahl in Frankreich beeinflusst. Die risikoscheue Stimmung im Vorfeld zeigte sich vor allem durch eine starke Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen. Anleihen Frankreichs, Spaniens und Italiens wurden dagegen verkauft. Mit der Feststellung des Wahlergebnisses drehte diese Marktbewegung komplett, was zu deutlich niedrigeren Risikoaufschlägen von Frankreich, Spanien und Italien gegenüber Deutschland führte. Auffällig war die vergleichsweise schwache Entwicklung italienischer Staatsanleihen, die im bisherigen Jahresverlauf dennoch einen deutlichen Renditeanstieg verzeichnen. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen sank per Saldo um 1 Basispunkt auf 0,31%.

Der Kurs des Euro erholte sich im Berichtsmonat April ggü. dem US-Dollar weiter. Zum Monatsultimo kostete die Gemeinschaftswährung 1,0895 USD/EUR (Vormonatsultimo 1,0652 USD/EUR).

Der Ölpreis büßte im abgelaufenen Monat im abgelaufenen Monat weiter an Wert ein. Öl der Sorte WTI verbilligte sich um über 2% auf 49,33 USD/Barrel, während Öl der Nordseesorte Brent um über 3% auf 52,05 USD/Barrel fiel. Der Goldpreis stieg um 1,5% auf 1.268 USD je Feinunze (Vormonat: 1.249 USD/Feinunze).

Kapitalmarktbericht Mai 2017

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