Fondsmanagerkommentar Juni 2017

Fondsmanagerkommentar

Von Börsenweisheiten und der Suche nach neuen Impulsen

Gemäß der Börsenweisheit „Sell in May and go away but remember to come back in September” gelten die Monate von Mai bis August als keine besonders guten Börsenmonate. Eine Neuinvestition soll demnach sogar erst wieder ab September lohnend sein. Die Realität zeichnete im Mai 2017 indes ein anderes Bild. Für Bewegung an den Märkten sorgten dabei erneut (geld)politische Ereignisse:

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand wie bereits im April die französische Präsidentschaftswahl bei der Emmanuel Macron in der Stichwahl gegen Marine Le Pen als Sieger hervorging. Der Europa-freundliche Wahlausgang war letztlich bereits kurz vor der Feststellung des Ergebnisses in allen Anlageklassen zu beobachten. Aktien haussierten, der Euro wertete ggü. dem US-Dollar auf, während sich die Risikoaufschläge europäischer Staatsanleihen ggü. Bundesanleihen einengten. Im Superwahljahr 2017 liegt damit nach der niederländischen Präsidentschaftswahl im März ein weiteres Großereignis hinter uns.

Auf der Suche nach dem nächsten großen Thema, kamen Marktteilnehmer auch im Mai an einem nicht vorbei: Den Notenbanken. Während die FED voraussichtlich im Juni zum zweiten Mal in diesem Jahr ihre Zinsen anheben wird und gleichzeitig laut über Schritte der Bilanznormalisierung nachdenkt, verdichteten sich im abgelaufenen Monat erneut die Anzeichen, dass auch die EZB bald nachziehen wird. Reduzierte politische Risiken in der Eurozone und eine anhaltend positive Entwicklung der konjunkturellen Lage lassen diesen Schritt wahrscheinlicher werden.

 Als Marktkonsens kann dabei gegenwärtig folgendes erachtet werden: Im Juni könnte die EZB die Risiken für das wirtschaftliche Wachstum als geringer bewerten, im Herbst den Ausstieg aus dem Wertpapierankaufprogramm beschreiben und ab 2018 die Maßnahmen schrittweise umsetzen. Auch wenn die Kapitalmärkte – wie in den USA zu beobachten – den geldpolitischen Richtungswechsel bis dato ohne größere Marktverwerfungen aufnahmen, ist derzeit noch nicht abzuschätzen, welchen Konsequenzen eine Verringerung der Liquiditätszufuhr mittel- bis langfristig mit sich bringt. Fest steht jedoch bereits heute, dass - wie bereits die Einführung - auch die Abkehr von der ultraexpansiven Geldpolitik ein bisher beispielloses Ereignis für die Kapitalmärkte darstellt.

Ausblick

Die Stimmung an den Märkten ist unverändert gut. Neue Rekordstände an den europäischen Aktienmärkten, positive Konjunkturveröffentlichungen und freundliche Unternehmensnachrichten unterstützen dieses Bild. Mit den Notenbanksitzungen der FED und EZB, der Unterhauswahl in Großbritannien und den Parlamentswahlen in Frankreich stehen im Juni gewichtige (geld)politische Ereignisse auf der Agenda. In Verbindung mit den unverändert niedrigen (impliziten) Volatilitäten könnten diese Ereignisse eine erhöhte Schwankungsintensität nach sich ziehen. Neue Verlautbarungen aus den USA  und der avisierte Beginn der Brexit-Verhandlungen haben daneben ebenfalls das Potential für Marktimpulse zu sorgen. Mit unserem aktiven Managementansatz können wir auf die zu erwartenden Marktbewegungen jederzeit angemessen reagieren.  

Wie unsere Fonds aktuell ausgerichtet sind, lesen Sie im Folgenden:

Veränderungen innerhalb unserer Fonds:

Der WAVE Total Return Fonds R (flexibler, defensiver europäischer Mischfonds mit absolutem, positivem Ertragsziel) startete mit einer Aktienquote von 20% in den Monat April. Im abgelaufenen Monat variierten wir die Netto-Aktienquote zwischen 15 und 30%. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Anleihekomponente reduzierten wir, nach dem für den Markt positiven Ausgang, auf etwa 0 Jahre und immunisierten das Portfolio damit ggü. einem möglichen Zinsanstieg.

Der Fondspreis stieg im April um 0,14%.

Der WAVE Total Return Fonds R (flexibler, defensiver europäischer Mischfonds mit absolutem, positivem Ertragsziel) startete mit einer Aktienquote von 15% in den Monat Mai. Im abgelaufenen Monat variierten wir die Netto-Aktienquote zwischen 5 und 15%. Nachdem wir im Vormonat die durchschnittliche Restlaufzeit der Anleihekomponente auf 0 reduzierten, wurde die Duration im Mai auf ca. 1,5 Jahre erhöht, um an einem Rückgang der Renditen partizipieren zu können.

Der Fondspreis stieg im Mai um 0,10%.

Im WAVE Total Return Fonds Dynamic R (flexibler, ausgewogener europäischer Mischfonds mit absolutem, positivem Ertragsziel) startete mit einer Aktienquote von 30% in den Monat Mai. Im abgelaufenen Monat variierten wir die Netto-Aktienquote zwischen 10 und 30%. Nachdem wir im Vormonat die durchschnittliche Restlaufzeit der Anleihekomponente auf 0 reduzierten, wurde die Duration im Mai auf ca. 1,5 Jahre erhöht, um an einem Rückgang der Renditen partizipieren zu können.

Der Fondspreis stieg im Mai um 0,25%.

Im HannoverscheBasisInvest (Investmentgrade-Rentenfonds, Anlageschwerpunkt EUR) setzen wir weiterhin auf ein diversifiziertes Portfolio aus Staatsanleihen, Covered Bonds, Unternehmensanleihen und ausgewählten Bankanleihen hoher Bonität. Die Duration hielten wir – verglichen zur Benchmark – defensiv.

Der Fondspreis stieg im Mai um 0,37%.

Das Rentenportfolio des HannoverscheMediumInvest (Mischfonds ausgewogen; Aktien, Anlageschwerpunkt Euro-Länder / Investmentgrade-Renten, Anlageschwerpunkt EUR) besteht weiterhin aus einer Mischung von Staatsanleihen, Covered Bonds, Unternehmensanleihen und ausgewählten Bankanleihen hoher Bonität. Die Duration hielten wir – verglichen zur Benchmark – defensiv. Das Aktienportfolio setzt sich aus liquiden Standardtiteln aus DAX und EuroStoxx zusammen. Die Netto-Aktienquote variierten wir im abgelaufenen Monat zwischen 40 und 55%.

Der Fondspreis stieg im Mai um 0,85%.

Der HannoverscheMaxInvest (Aktienfonds, Anlageschwerpunkt Euro-Länder) weist ein diversifiziertes Aktienportfolio mit Titeln aus DAX und EuroStoxx auf. Die Netto-Aktienquote variierten wir im abgelaufenen Monat zwischen 90 und 105%.

Der Fondspreis stieg im Mai um 1,26%.

Fondsmanagerkommentar Juni 2017

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