Fondsmanagerkommentar August 2017

Fondsmanagerkommentar

Wie die Zeit vergeht...

„Whatever it takes“ -  Im Juli jährte sich, was als Meilenstein in der jüngeren Finanzmarktgeschichte erachtet werden darf zum fünften Mal. Am 26. Juli 2012 sorgte Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), mit diesen drei Worten für Beruhigung an den Finanzmärkten. Zuvor war von einem Zerfall der Eurozone die Rede, der durch schwere finanzielle Krisen in Griechenland, Portugal, Spanien und Italien befeuert wurde. Mit Hilfe der EZB gelang es, Ländern wie Spanien oder Italien den Zugang zum Kapitalmarkt wieder zu öffnen und deren Finanzierungskosten zu senken. Im Juli kehrte nun auch Griechenland an den Kapitalmarkt zurück. Während Griechenland damals für eine 10-jährige Anleihe einen Zins in Höhe von 27% bezahlen musste, werden heute für eine Anleihe mit einer Laufzeit von 5 Jahren  zwischen 4,5 und 5% fällig.

Die Eurozone hat sich mittlerweile weitestgehend stabilisiert. Während harte wie weiche Faktoren überwiegend einen Aufwärtstrend aufweisen, hadert die EZB mit der Inflationsentwicklung. Auf der jüngsten Sitzung im Juni wurde die „gedämpfte“ Preisentwicklung in der Eurozone als „temporärer“ Zustand bezeichnet. Aktuell erwartet die EZB ihr Inflationsziel in Höhe von etwa 2% mittelfristig zu erreichen.

Vor diesem Hintergrund rechnen Marktteilnehmer – analog zu der Forward Guidance der EZB – im Herbst mit Aussagen, die Klarheit hinsichtlich der weiteren geldpolitischen Ausrichtung geben. Erwartet wird – analog dem Vorgehen der USA – eine schrittweise Beendigung des Ankaufprogramms („Tapering“) bevor es zu einer Zinserhöhung kommt. Mögliche Hinweise bezüglich des zukünftigen geldpolitischen Kurses der EZB könnten Marktteilnehmer bereits Ende August aus einer Rede Mario Draghis, anlässlich der FED–Konferenz in Jackson Hole, erhalten. Es wird dort der erste Auftritt des EZB-Präsidenten seit drei Jahren sein.

Die Erwartung, dass die Zinswende nun auch in Europa eingeleitet werden könnte, zeigte sich im Juli insbesondere an den Devisen- und Rentenmärkten. In Erwartung steigender Zinsen wertete der EUR (gg. USD) um 3,64% auf 1,1842 EUR/USD auf. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen konnte per Saldo um 7 bp auf 0,54% zulegen. Daneben sorgte die laufende Berichtssaison für Bewegung. Insbesondere der amerikanische Aktienmarkt profitierte: Dow Jones, S&P 500 und der NASDAQ erreichten neue Höchststände.

Veränderungen innerhalb unserer Fonds:

Der WAVE Total Return Fonds R (flexibler, defensiver europäischer Mischfonds mit absolutem, positivem Ertragsziel) startete mit Aktienquote von 5% in den Monat Juli. Im abgelaufenen Monat variierten wir die Netto-Aktienquote zwischen 0 und 15 %. Nachdem wir im Vormonat das Zinsrisiko nahezu komplett abgesichert haben, wurde die Duration im vergangenen Monat auf etwa 0,5 Jahre erhöht.

Der Fondspreis ermäßigte sich im Juli um 0,35%.

Im WAVE Total Return Fonds Dynamic R (flexibler, ausgewogener europäischer Mischfonds mit absolutem, positivem Ertragsziel) startete mit einer Aktienquote von 10% in den Monat Juli. Im abgelaufenen Monat variierten wir die Netto-Aktienquote zwischen 0 und 30%. Nachdem wir im Vormonat das Zinsrisiko nahezu komplett abgesichert haben, wurde die Duration im vergangenen Monat auf etwa 0,5 Jahre erhöht.

Der Fondspreis ermäßigte sich im Juli um 0,88%.

Im HannoverscheBasisInvest (Investmentgrade-Rentenfonds, Anlageschwerpunkt EUR) setzten wir weiterhin auf ein diversifiziertes Portfolio aus Staatsanleihen, Covered Bonds, Unternehmensanleihen und ausgewählten Bankanleihen hoher Bonität. Die neutrale Positionierung gegenüber Frankreich, Spanien und Italien wurde im Vergleich zum Vormonat nicht verändert. Die Duration hielten wir – verglichen zur Benchmark – defensiv.

Der Fondspreis stieg im Juli um 0,27%.

Das Rentenportfolio des HannoverscheMediumInvest (Mischfonds ausgewogen; Aktien, Anlageschwerpunkt Euro-Länder / Investmentgrade-Renten, Anlageschwerpunkt EUR) besteht weiterhin aus einer Mischung von Staatsanleihen, Covered Bonds, Unternehmensanleihen und ausgewählten Bankanleihen hoher Bonität. Die neutrale Positionierung gegenüber Frankreich, Spanien und Italien wurde im Vergleich zum Vormonat nicht verändert. Die Duration hielten wir – verglichen zur Benchmark – defensiv. Das Aktienportfolio setzt sich aus liquiden Standardtiteln aus DAX und EuroStoxx zusammen. Die Netto-Aktienquote variierten wir zwischen 50 und 55%.

Der Fondspreis stieg im Juli um 0,21%.

Der HannoverscheMaxInvest (Aktienfonds, Anlageschwerpunkt Euro-Länder) weist seit Jahresbeginn ein diversifiziertes Aktienportfolio mit Titeln aus DAX und EuroStoxx auf. Die Netto-Aktienquote  variierten wir im abgelaufenen Monat zwischen 100 und 105%.

Der Fondspreis stieg im Juli um 0,16%.

Fondsmanagerkommentar August 2017

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