Kapitalmarktbericht September 2017

Kapitalmarkt-Information                                            

Konjunktur / politische Entwicklungen:

Trotz (geld)politischer Unwägbarkeiten, die das Jahr bisher kennzeichneten, wächst Europa beständig. Für das 2. Quartal wurde ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,6% gegenüber dem Vorquartal bzw. 2,1% gegenüber dem Vorjahr festgestellt. Damit wurde erstmals seit 2011 wieder ein Wert größer 2% erreicht. Daten zur Industrieproduktion Deutschlands fielen dagegen negativ auf. Per Ende Juni wurde nach fünf Anstiegen in Folge ein Rückgang von 1,1% verzeichnet. Auch die aktuelle Lage in den Chefetagen hat sich gegenüber dem Vormonat eingetrübt, wenn auch moderat. Der ifo-Index, der im Juli sein drittes Rekordhoch in Folge verzeichnete, sank im August von 125,5 auf 124,6 Zähler. Gleichwohl blicken die Befragten optimistischer in die Zukunft. Der ifo-Index für die Geschäftserwartungen stieg von 107,3 auf 107,9 Punkte an. Mit einer weniger dynamischen Entwicklung rechnen derweil die durch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragten Marktteilnehmer. Der monatlich veröffentliche ZEW-Index sank von 17,5 Punkten im Vormonat auf 10 Punkte im August.

Neben Konjunkturveröffentlichungen und politischen Sondersituationen wie der wiederaufflammenden Krise in Nordkorea stand wiederholt die Geldpolitik im Blickpunkt der Marktteilnehmer. Reden verschiedener Notenbankmitglieder sowie das jährlich stattfindende Notenbanktreffen in Jackson Hole (USA) wurde im August besondere Aufmerksamkeit zuteil, brachte letztlich jedoch keine neuen Erkenntnisse. Mit Spannung erwarten Marktteilnehmer daher, ob und wie sich die Notenbanken auf Ihren nächsten Sitzungen hinsichtlich des weiteren Ablaufs zu dem Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik äußern werden.

Entwicklung Kapitalmärkte:

Die europäischen Aktienbörsen entwickelten sich im Berichtsmonat August uneinheitlich. Der DAX beendete den Monat mit einem Minus i.H.v. 0,5% während der EuroStoxx50 0,8% ggü. dem Vormonat einbüßte. Die Börsen in Übersee beendeten den Monat dagegen mit moderaten Aufschlägen. Die US-Indizes S&P 500 sowie Dow Jones Industrial verbuchten Gewinne i.H.v. 0,1% bzw. 0,3%. In Asien ging der japanische Nikkei 1,4% leichter aus dem Handel, der chinesische Shanghai Composite stieg dagegen um 2,7%.

Im Vergleich zu Aktien konnten Europäische Unternehmensanleihen um 0,57% zulegen, europäische Bankanleihen dagegen nur um 0,43%.

Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen fiel per Saldo um 18 Basispunkte auf 0,36%. Gleichzeitig flachte die Zinskurve zwischen 2 und 10 Jahren um 14 Basispunkte ab.

Die Renditen spanischer Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit stiegen um 8 Basispunkte auf 1,55% an. Italienische Staatstitel identischer Laufzeit rentierten hingegen zum Monatsende mit 2,03% 5 Basispunkte leichter.

Der Euro wertete im August gegenüber dem US-Dollar auf. Der Kurs der Gemeinschaftswährung stieg auf 1,1910 USD/EUR (Vormonatsultimo 1,1842 USD/EUR) und markierte damit den höchsten Stand des Jahres.

Der Ölpreis beendete den Monat August mit Verlusten. Öl der Sorte WTI ging mit 47,23 USD/Barrel aus dem Handel, für Öl der Nordseesorte Brent wurden am Monatsultimo 52,38 USD/Barrel bezahlt.

Der Goldpreis stieg im August an. Zum Monatsultimo kostete die Feinunze 1.321 USD (1.269 USD/Feinunze Vormonatsultimo).

 

Kapitalmarktbericht September 2017

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