Kapitalmarktbericht Dezember 2017

Kapitalmarkt-Information                                            

Konjunktur / politische Entwicklungen:

Die Wirtschaft in der Eurozone wächst weiterhin beständig und entwickelt sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) immer mehr zur Zugmaschine der Weltwirtschaft. Erfreulich ist dabei zu beobachten, dass das Wachstum nicht ausschließlich in einzelnen Ländern stattfindet, sondern an Breite gewonnen hat. 

Ökonomen erwarten zudem eine Fortsetzung dieses Aufwärtstrends. Sinkende Arbeitslosenquoten, eine rege Investitionstätigkeit von Unternehmen sowie steigende Einkaufsmanagerindizes, die in der Vergangenheit ein guter Indikator für das zukünftige Wirtschaftswachstum waren, unterstützen diese These. 

Der Aufschwung hat jedoch einen wesentlichen Makel – die ausbleibende Inflation. Die Notenbanken scheint dieser Umstand aktuell wenig zu stören. Denn während sich in den USA im Dezember eine weitere Zinserhöhung andeutet, diskutieren Marktteilnehmer in Europa das weitere Vorgehen der Europäischen Zentralbank (EZB).

Von einer Zinswende, wie von verschiedenen Seiten nach der letzten EZB-Sitzung zu hören war, kann angesichts der Reduzierung der monatlichen Käufe ab 1.1.2018 bei gleichzeitiger Verlängerung der Laufzeit aktuell jedoch noch nicht die Rede sein. Im Fokus steht daher die Frage, ob und wenn ja inwieweit der geldpolitische Normalisierungspfad der USA Vorlage für das europäische Vorgehen sein wird.

Entwicklung Kapitalmärkte:

Während die US-Aktienbörsen zum wiederholten Mal in diesem Jahr kräftig zulegten, konnten sich die Aktienmärkte in Europa und den Schwellenländern dieser Entwicklung nicht anschließen und konsolidierten im November. Die europäischen Indizes DAX und EuroStoxx50 gaben um 1,6% bzw. 2,8% nach. Der chinesische Shanghai Composite verlor 2,2%, während der japanische Nikkei eine positive Performance i.H.v. 3,2% auswies. Die US-Indizes Dow Jones und S&P500 verbuchten Gewinne i.H.v. 3,8% bzw. 2,8%.

Europäische Unternehmensanleihen tendierten im Berichtsmonat um 0,1% leichter, europäische Bankanleihen dagegen 0,1% fester. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen stieg per Saldo um 1 Basispunkt auf 0,37%. Gleichzeitig verflachte sich die Zinskurve zwischen 2 und 10 Jahren um 6 Basispunkte. Die Rendite spanischer Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit fiel um 2 Basispunkte auf 1,43%. Italienische Staatstitel identischer Laufzeit rentierten zum Monatsende mit 1,73% 8 Basispunkte tiefer. 

Der Euro wertete im Berichtsmonat November ggü. dem US-Dollar auf. Der Kurs der Gemeinschafts¬währung stieg auf 1,1904 USD/EUR (Vormonatsultimo 1,1646 USD/EUR).

Der Ölpreis legte im November weiter zu. Öl der Sorte WTI ging mit 57,4 USD/Barrel aus dem Handel, für Öl der Nordseesorte Brent wurden am Monatsultimo 63,57 USD/Barrel bezahlt. Der Goldpreis konnte sich im November ebenfalls stabilisieren. Zum Monatsultimo kostete die Feinunze 1.275 USD/Feinunze (1.271 USD/Feinunze zum Vormonatsultimo).

Kapitalmarktbericht Dezember 2017

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