Kapitalmarktbericht Januar 2018

Kapitalmarkt-Information                                            

Konjunktur / politische Entwicklungen:

Das Bild einer florierenden Weltkonjunktur bestätigte sich auch im Dezember. So konnten z.B. die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe - die in der Vergangenheit ein guter Indikator für das zukünftige Wirtschaftswachstum waren - ein weiteres Mal in diesem Jahr zulegen. Abzulesen am ifo Index bewerteten Firmenlenker ihre aktuelle Situation im Dezember positiver, sind jedoch hinsichtlich der Zukunft leicht negativer gestimmt. Angesichts des hohen Niveaus kann von einer Eintrübung der Stimmung bislang nicht die Rede sein.

Wie das makroökonomische Umfeld waren auch die Notenbanken 2017 mit ihren unverändert expansiven Ausrichtungen vielen Anlageklassen erneut zuträglich. Insbesondere Risikoanlageklassen wiesen zum Jahresende überproportionale Gewinne aus. Die Ausrichtung der Notenbanken verändert sich jedoch. Die US-Notenbank (FED) hat dabei zum Jahresabschluss – wie erwartet - zum dritten Mal in diesem Jahr die Zinsen angehoben. Die Europäische Zentralbank (EZB) stimmte die Marktteilnehmer auf ihrer Jahresabschlusssitzung wiederholt auf die mögliche Beendigung ihrer Wertpapierankäufe im neuen Jahr ein, bleibt jedoch im Vergleich zur FED zunächst weiterhin deutlich expansiv ausgerichtet. Mit der Verabschiedung der US-Steuerreform und gemäßigten Tönen rund um die Brexit-Verhandlungen wurde auf politischer Ebene das Jahr beendet.  

Entwicklung Kapitalmärkte:

Während die US-Aktienbörsen im Dezember erneut zulegten, konsolidierten die Aktienmärkte in Europa und Asien. Die europäischen Indizes DAX und EuroStoxx50 gaben um 0,8% bzw. 1,9% nach. Der chinesische Shanghai Composite verlor 0,3%, während der japanische Nikkei eine positive Performance i.H.v. 0,2% auswies. Die US-Indizes Dow Jones und S&P500 verbuchten Gewinne i.H.v. 1,8% bzw. 1,0%.
Europäische Unternehmensanleihen tendierten im Berichtsmonat um 0,3% leichter, europäische Bankanleihen gaben um 0,2% nach. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen stieg per Saldo um 6 Basispunkte auf 0,43%. Gleichzeitig stieg die Renditedifferenz zwischen Bundesanleihen mit  2 und 10 Jahren Laufzeit um 7 Basispunkte. Die Rendite spanischer Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit stieg um 12 Basispunkte auf 1,55%. Italienische Staatstitel identischer Laufzeit rentierten zum Monatsende mit 2,0% 27 Basispunkte höher. 

Der Euro wertete im Berichtsmonat Dezember ggü. dem US-Dollar auf. Der Kurs der Gemeinschafts-währung stieg auf 1,2005 USD/EUR (Vormonatsultimo 1,1904 USD/EUR).

Der Ölpreis legte im Dezember weiter zu. Öl der Sorte WTI ging mit 60,42 USD/Barrel aus dem Handel, für Öl der Nordseesorte Brent wurden am Monatsultimo 66,87 USD/Barrel bezahlt. Der Goldpreis konnte sich im Dezember ebenfalls stabilisieren. Zum Monatsultimo kostete die Feinunze 1.303 USD/Feinunze (1.275 USD/Feinunze zum Vormonatsultimo).

Kapitalmarktbericht Januar 2018

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