Kapitalmarktbericht Februar 2018

Kapitalmarkt-Information                                            

Konjunktur / politische Entwicklungen:

Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone gewinnt weiterhin deutlich an Fahrt. Wie die im Januar veröffentlichten Zahlen belegen, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergangenen Jahr um 2,5%. Der Vorjahreswert von 1,7% konnte damit deutlich übertroffen werden. Mit Blick auf Deutschland und Frankreich – den größten Volkswirtschaften der Eurozone - ist zudem festzustellen, dass die Wirtschaft aktuell in einer Größenordnung wächst, wie zuletzt 2011 zu beobachten. Auch wenn Investoren derzeit von einer Fortsetzung dieses Aufwärtstrends ausgehen, ist fraglich, ob die Wachstumsgeschwindigkeit nachhaltig ist. Ein möglicher Belastungsfaktor könnte eine anhaltende Aufwertung des Euros darstellen.

Während die globale Wirtschaft auch im neuen Jahr mit Rückenwind unterwegs ist, richtet sich der Blick der Marktteilnehmer auf die Notenbanken. Eine Kostprobe, wie sensitiv der Markt gegenüber Aussagen der Notenbanken eingestellt ist, war im Januar im Umfeld der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) zu beobachten. Ein Statement des EZB-Vorsitzenden Draghi zur positiven Entwicklung der Konjunktur in der Eurozone reichte aus, um Investoren eine schnellere Abkehr von der expansiven Geldpolitik zu suggerieren. Die Rendite deutscher Bundesanleihen stieg im Folgenden weiter an.

In den USA erfolgte im Januar der Wechsel an der Spitze des US-Notenbank (FED). Jerome Powell trat als Nachfolger Janet Yellens sein Amt als neuer FED-Vorsitzender an. Dem Vernehmen nach ist eine Änderung des in den USA bereits fortgeschrittenen geldpolitischen Anpassungspfades derzeit nicht zu erwarten. Ohne Fortschritt blieb bisher auch der Versuch der Regierungsbildung in Deutschland. Immerhin konnten die verbliebenen Parteien CDU/CSU und SPD ihre Sondierungsgespräche abschließen und einen Koalitionsvertrag aushandeln, über den nun die SPD-Mitglieder und ein CDU-Sonderparteitag abstimmen sollen.

Entwicklung Kapitalmärkte:

Rund um den Globus konnten die Aktienbörsen im Januar noch zulegen, ehe eine empfindliche Korrekturbewegung einsetzte. Die Dynamik war dabei jedoch regional unterschiedlich verteilt. Während DAX und EuroStoxx50 2,1% bzw. 3,0% zulegen konnten, verbuchten die US-Indizes Dow Jones und S&P500 Gewinne i.H.v. 5,8% bzw. 5,6%. Auch der asiatische Aktienmarkt konnte sich der freundlichen Entwicklung anschließen. Der chinesische Shanghai Composite gewann 5,3%, während der japanische Nikkei eine positive Performance i.H.v. 1,5% auswies. 

Europäische Unternehmensanleihen tendierten im Berichtsmonat um 0,3% leichter, europäische Bankanleihen gaben um 0,2% nach. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen stieg per Saldo um 17 Basispunkte auf 0,70%. Gleichzeitig stieg die Renditedifferenz zwischen Bundesanleihen mit  2 und 10 Jahren Laufzeit um 17 Basispunkte. Die Rendite spanischer Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit fiel um 13 Basispunkte auf 1,42%. Italienische Staatstitel identischer Laufzeit rentierten zum Monatsende mit 2,02% 2 Basispunkte höher. 

Der Euro wertete im Berichtsmonat Januar ggü. dem US-Dollar auf. Der Kurs der Gemeinschafts-währung stieg auf 1,2414 USD/EUR (Vormonatsultimo 1,2005 USD/EUR).
Der Ölpreis legte im Januar weiter zu. Öl der Sorte WTI ging mit 64,73 USD/Barrel aus dem Handel, für Öl der Nordseesorte Brent wurden am Monatsultimo 69,05 USD/Barrel bezahlt. Der Goldpreis entwickelte sich im Januar ebenfalls positiv. Zum Monatsultimo kostete die Feinunze 1.345 USD/Feinunze (1.303 USD/Feinunze zum Vormonatsultimo).

Kapitalmarktbericht Februar 2018

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