Kapitalmarktbericht Mai 2018

Kapitalmarkt-Information                                            

Konjunktur / politische Entwicklungen:

Die Realwirtschaft entwickelt sich global weiterhin robust. Sowohl in Industrie- als auch Schwellenländern ist ein synchrones Wirtschaftswachstum zu konstatieren.Die aktuelle Lage scheint dabei besser als die Stimmung, wie im Berichtsmonat April veröffentlichte Früh- und Stimmungsindikatoren belegen. Sowohl der ifo- als auch der ZEW-Index sinken erneut und deuten damit auf eine mögliche wirtschaftliche Abkühlung in den Folgemonaten hin.

Auf politischer Ebene weckten zunächst geldpolitische Termine das Interesse der Marktteilnehmer. Auf den Notenbanksitzungen im Berichtsmonat äußerten sich die Zentralbanker von FED und EZB: Die US-Notenbank sieht sich auf ihrem geldpolitischen Normalisierungspfad auf Kurs und deutete auf ihrer jüngsten Sitzung einen weiteren Zinsschritt - voraussichtlich im Juni - an. Dagegen wägt die europäische Zentralbank weiterhin ab, wie sie ihre aktuell noch expansiv ausgerichtete Gelpolitik zukünftig gestalten wird. Die im April veröffentlichten Inflationszahlen für die Eurozone lassen erwarten, dass die EZB keine Eile sieht, eine rasche Zinswende einzuleiten. Mit 1,2% Gesamtinflation bzw. 0,7% ggü. dem Vorjahr Kerninflation (ohne Berücksichtigung von Preisen für Nahrung und Energie) blieben die Zahlen erneut unter den Erwartungen.

Entwicklung Kapitalmärkte:

Aktien tendierten im April fester. DAX und EuroStoxx50 legten per Monatsultimo 4% bzw. 4,7% zu. Die US-Indizes Dow Jones und S&P500 konnten mit 0,9 bzw. 1,1% ebenfalls Gewinne verbuchen. Der asiatische Aktienmarkt tendierte zum Monatsende uneinheitlich. Während der chinesische Shanghai Composite 2,5% nachgab, wies der japanische Nikkei eine positive Performance i.H.v. 6,2% aus. Auffällig war, dass insbesondere europäische Aktien im Monat April deutlich stärker zulegen konnten als US-Titel. Im Markt wurde diesbezüglich auf eine Beruhigung des schwelenden Handelskonflikts zwischen USA und seinen Handelspartnern, positiv aufgenommene Quartalszahlen sowie auf eine technische Gegenreaktion nach Verlusten von zeitweise mehr als 10% verwiesen.

Der Rückgang in den Renditen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen kam im April zum Erliegen. Vor allem in der zweiten Monatshälfte, ausgelöst durch positive Konjunkturerwartungen, stiegen die Renditen auf knapp 0,64%. Allerdings enttäuschte die EZB die Erwartungen. Zum Monatsende sanken die Renditen wieder auf ein Niveau von 0,56%. Die Renditen der Staatsanleihen anderer europäischer Länder entwickelten sich dagegen uneinheitlich. Während sich der Risikoaufschlag von Spanien gegenüber Deutschland um 5 Basispunkte erhöhte, blieb der Aufschlag von Frankreich gegenüber Deutschland nahezu unverändert. In Erwartung einer möglichen Regierungsbildung verringerte sich der Aufschlag von Italien zu Deutschland um 6 Basispunkte. Die Bewegung bei Unternehmensanleihen war im April sehr verhalten. Die Risikoaufschläge von Industrieanleihen blieben unverändert, während sich die der Finanztitel um 3 Basispunkte verringerten.

Der Euro wertete im Berichtsmonat April ggü. dem US-Dollar ab. Der Kurs der Gemeinschaftswährung fiel auf 1,2078 USD/EUR (Vormonatsultimo 1,2324 USD/EUR).

Der Ölpreis stieg im April weiter an. Öl der Sorte WTI ging mit 68,57 USD/Barrel aus dem Handel, für Öl der Nordseesorte Brent wurden am Monatsultimo 75,17 USD/Barrel bezahlt. Der Goldpreis gab im April nach. Zum Monatsultimo kostete die Feinunze 1.315 USD/Feinunze (1.326 USD/Feinunze zum Vormonatsultimo).

 

Kapitalmarktbericht Mai 2018

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