Kapitalmarktbericht Juni 2018

Kapitalmarkt-Information                                            

Konjunktur / politische Entwicklungen:

Der Monat Mai war geprägt von politischen Ereignissen. Während sich die Regierungsbildung zweier europakritischer Parteien in Italien als Drahtseilakt entpuppte, führte ein Misstrauensvotum gegen den spanischen Premier Rajoy zu einem Führungswechsel. Die USA legte derweil im schwelenden Handelskonflikt nach. Während die Zölle gegenüber China erweitert wurden, wird zukünftig auch die EU mit Zöllen – zunächst auf Stahl- und Aluminimumexporte - belastet. Früh- und Stimmungsindikatoren wiesen im Berichtsmonat entsprechend eine rückläufige Tendenz aus.

Infolge des zuletzt stark angestiegenen Ölpreises hat sich die Gesamtinflation der Eurozone in die Nähe der von der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgegebenen Zielmarke von 2% bewegt. Marktteilnehmer richteten den Blick auf die bevorstehende Sitzung im Juni, die möglicherweise ein klareres Bild hinsichtlich der weiteren geldpolitischen Verfahrensweise liefert. Eine unerwartet schnelle Abkehr von der expansiven Ausrichtung wird dabei angesichts der politischen Situation in Europa sowie einer Kerninflation (Inflation ohne Berücksichtigung von Preisen für Nahrung und Energie) von unter 2% nicht erwartet.

Entwicklung Kapitalmärkte:

Aktien schlossen den Monat Mai uneinheitlich ab. DAX und EuroStoxx50 gaben 0,1% bzw. 3,7% nach. Insbesondere politische Störfeuer in Italien und Spanien sorgten für den auffälligen Performanceunterschied. Die US-Indizes Dow Jones und S&P500 entzogen sich dieser Entwicklung und konnten mit 1,1% bzw. 2,2% Gewinne verbuchen. Der asiatische Aktienmarkt tendierte dagegen uneinheitlich. Während der chinesische Shanghai Composite im Mai 0,4% gewann, wies der japanische Nikkei einen Verlust von 1,2% aus.

Die Renditen 10-jähriger deutscher Staatsanleihen sanken im Monatsverlauf zwischenzeitlich auf unter 0,20% und schlossen per Monatsultimo bei 0,34% (-22 bp). Im Zuge der Ereignisse in Italien und Spanien nahm die Risikobereitschaft der Investoren deutlich ab, so dass die Risikoaufschläge von 10-jährigen Staatsanleihen aus der europäischen Peripherie gegenüber Bundesanleihen signifikant zulegten. Die Risikoaufschläge 10-jähriger italienischer Staatsanleihen stiegen von 1,2% zu Monatsbeginn auf rund 3% in der Spitze, um am Ende des Monats im Bereich von 2,3% zu schließen. Die Risikoaufschläge 10-jähriger spanischer Staatsanleihen gegenüber deutschen Bundesanleihen gleicher Laufzeit stiegen per Saldo um ca. 0,35% auf 1,05% am Monatsende.

Auch andere Renten-Anlageklassen wurden von der allgemeinen Risk-Off-Stimmung getroffen. Die  Risikoaufschläge von Industrieanleihen stiegen um 0,1%, die von Finanztiteln um 0,15%.

Der Euro wertete im Berichtsmonat Mai ggü. dem US-Dollar ab. Der Kurs der Gemeinschaftswährung fiel auf 1,1693 USD/EUR (Vormonatsultimo 1,2078 USD/EUR).

Öl der Sorte WTI ging mit 67,04 USD/Barrel (Vormonatsultimo: 68,57 USD/Barrel) aus dem Handel, für Öl der Nordseesorte Brent wurden am Monatsultimo 77,59 USD/Barrel (Vormonatsultimo: 75,17 USD/Barrel) bezahlt. Der Goldpreis gab im Mai nach. Zum Monatsultimo kostete die Feinunze 1.298 USD/Feinunze (Vormonatsultimo: 1.315 USD/Feinunze).

Kapitalmarktbericht Juni 2018

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