Kapitalmarktbericht Juli 2018

Kapitalmarkt-Information                                            

Konjunktur / politische Entwicklungen:

Der schwelende Handelskonflikt drückt den Kapitalmärkten weiterhin seinen Stempel auf. Zwischenzeitliche Entspannungstendenzen wurden im Berichtsmonat Juni durch die Ankündigung der USA, neue Zölle gegen China verhängen zu wollen, negiert. China reagierte prompt und kündigte selbst neue Handelshemmnisse gegenüber den USA an.

Während Stimmungs- und Frühindikatoren ihre erhöhten Niveaus mittlerweile deutlich hinter sich gelassen haben, warnen nun auch Experten von DIW, WTO und IWF vor Gefahren für das zukünftige Wachstum der Weltwirtschaft. Allen voran der Handelskonflikt hätte bei zunehmender Eskalation das Potential den globalen Handel empfindlich zu treffen. In Deutschland führte derweil ein Streit über die Migrationspolitik beinahe zum Auseinanderbrechen der Regierungskoalition. Mit dem EU-Gipfel Ende des Berichtsmonats scheint dieses Szenario jedoch zwischenzeitlich abgewendet.

Die Notenbanksitzungen von FED und EZB im Juni überraschten Marktteilnehmer in Teilen. Während die US-Notenbank erwartungsgemäß ein weiteres Mal die Zinsen um 0,25% erhöhte, stellte sie gleichzeitig ein moderat höheres Tempo bei der geldpolitischen Straffung in Aussicht. Diesbezüglich sind nun möglicherweise zwei weitere Zinserhöhungen – eine mehr als bisher angenommen - in 2018 zu erwarten.

Unerwartet deutlich positionierte sich die europäische Zentralbank auf ihrem jüngsten Zusammentreffen. Während die Anleihekäufe Ende dieses Jahres beendet werden, beabsichtigt sie derzeit keine Zinserhöhung vor dem Sommer 2019. Somit ist von einer Fortsetzung der geldpolitischen Divergenz zwischen den USA und der Eurozone auszugehen

Entwicklung Kapitalmärkte:

Aktien schlossen den Monat Juni überwiegend schwächer ab. DAX und EuroStoxx50 gaben 2,4% bzw. 0,3% nach. Insbesondere die im DAX höher gewichteten Automobilaktien sorgten für den Performanceunterschied. Während der US-Index Dow Jones sich der Entwicklung mit einem Ergebnis von -0,59% anschloss, wies der S&P500 per Monatsultimo einen Gewinn von 0,48% auf. Der asiatische Aktienmarkt tendierte zum Monatsende ebenfalls uneinheitlich. Während der chinesische Shanghai Composite 8% verlor, wies der japanische Nikkei einen Gewinn von 0,46% aus.

Aufgrund anhaltender Risikoaversion wurden deutsche Staatsanleihen weiterhin stark nachgefragt, was zu einem weiteren Renditerückgang bei den 10-jährigen Papieren von 0,34% auf und 0,30% führte. Die Situation bei den europäischen Staatsanleihen konnte sich indes im Monatsverlauf etwas beruhigen: Der Risikoaufschlag bei den italienischen 10-jährigen Staatsanleihen sank gegenüber dem deutschen Pendant. Aufgrund der Aktienschwäche im Juni kam es vor allem zu höheren Risikoaufschlägen bei den Unternehmensanleihen.

Der Euro wertete im Berichtsmonat Juni ggü. dem US-Dollar ab. Der Kurs der Gemeinschaftswährung fiel auf 1,1684 USD/EUR (Vormonatsultimo 1,1693 USD/EUR).

Öl der Sorte WTI ging mit 74,15 USD/Barrel (Vormonatsultimo 67,04 USD/Barrel) aus dem Handel, für Öl der Nordseesorte Brent wurden am Monatsultimo 79,44 USD/Barrel (Vormonatsultimo 77,59 USD/Barrel) bezahlt. Der Goldpreis gab im Juni nach. Zum Monatsultimo kostete die Feinunze 1.253 USD/Feinunze (Vormonatsultimo 1.299 USD/Feinunze).

Kapitalmarktbericht Juli 2018

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