Kapitalmarktbericht Oktober 2018

Kapitalmarkt-Information                                            

Konjunktur / politische Entwicklungen:

Konjunkturell entzweien sich die USA und Europa im September weiter. Während die USA anhaltend dynamisch wächst, scheint Europa den Anschluss zu verlieren. Nicht nur beim BIP-Wachstum weist Europa im Gegensatz zu den USA eine abweichende Tendenz auf. Auch die Industrieproduktion hat sich im Berichtsmonat in gegensätzliche Richtungen weiterentwickelt.

Frühindikatoren (Einkaufsmanagerindizes) signalisierten zuletzt eine Fortsetzung dieses Trends. Nicht nur die Stimmung der Industrie scheint in Europa im Rückwärtsgang. Auch das Konsumentenvertrauen zeigt für Europa und USA unterschiedliche Ausprägungen.

Die EZB geht indes nicht von einer nachhaltigen Entwicklung aus. Vielmehr signalisierte EZB-Präsident Draghi zuletzt Gelassenheit, in dem er von klaren Anzeichen für eine steigende Inflation sprach. Angesichts einer Kerninflation von 0,9% wurde diese Aussage mit Verwunderung aufgenommen. Die Konjunkturdelle auf der einen und politische Belastungsfaktoren (Italien, Türkei, Brexit, USA/China) auf der anderen Seite scheinen die erwartete geldpolitische Wende gegenwärtig nicht in Gefahr zu bringen.

Entwicklung Kapitalmärkte:

Aktienmärkte tendierten im September überwiegend freundlich. Einzig der DAX entwickelte sich von den betrachteten Indizes 1% schwächer. Der EuroStoxx50 konnte hingegen 0,2% hinzugewinnen. Die US-Indizes beendeten den Berichtmonat mit Aufschlägen. Der Dow Jones legte 1,9% zu, während der S&P500 per Monatsultimo einen Gewinn von 0,4% aufwies. Der asiatische Aktienmarkt schloss sich im September dieser Entwicklung an. Der chinesische Shanghai Composite gewann 3,5% hinzu, während der japanische Nikkei einen Gewinn von 5,5% aufwies.

Die europäischen Rentenmärkte waren abermals geprägt von der politischen Entwicklung Italiens. Der Fokus der Marktteilnehmer lag hier auf dem Haushaltsplan für das Jahr 2019, der ein überraschend hohes Haushaltsdefizit von 2,4% vorsieht. Nachdem die Risikoaufschläge in Italien im September zunächst deutlich zurückkamen, stiegen die Risikoaufschläge in den letzten Septembertagen im Umfeld der voraussichtlichen Defizitausweitung um 34 BP. Spanien und Frankreich reagierten hingegen deutlich verhaltener: Der Risikoaufschlag von Frankreich gegenüber Deutschland reduzierte sich um 2 Basispunkte, der von Spanien um 11 Basispunkte. Trotz Emissionstätigkeit blieben die Risikoaufschläge von Bank- und Unternehmensanleihen nahezu unverändert.

Der Euro veränderte sich ggü. dem US-Dollar nur minimal. Er wertete ggü. dem US-Dollar zum Monatsultimo September auf 1,1604 USD/EUR auf (Vormonatsultimo 1,1602 USD/EUR).

Öl der Sorte WTI ging mit 73,25 USD/Barrel (Vormonatsultimo 69,8 USD/Barrel) aus dem Handel. Für Öl der Nordseesorte Brent wurden am Monatsultimo 82,72 USD/Barrel (Vormonatsultimo 77,42 USD/Barrel) bezahlt. Der Goldpreis gab im September nach. Zum Monatsultimo kostete die Feinunze 1.191 USD/Feinunze (Vormonatsultimo 1.201 USD/Feinunze).

Kapitalmarktbericht Oktober 2018

Herunterladen (PDF 332 KB)

Wichtiger Hinweis

Die auf der folgenden Webseite enthaltenen Informationen sind ausschließlich für institutionelle Anleger, Anlageberater und / oder Privatanleger mit Hauptwohnsitz in Deutschland bestimmt.

Mit der Wahl Ihrer Zielgruppe stimmen Sie unseren Nutzungsbedingungen und der Verwendung von Cookies zu.