Kapitalmarktbericht November 2018

Kapitalmarkt-Information                                            

Konjunktur / politische Entwicklungen:

Im dritten Quartal verlor die Konjunktur im Euroraum weiter an Fahrt. Lediglich 0,2% betrug das BIP-Wachstum im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal.

Es war der schwächste Wert seit vier Jahren. Ökonomen gehen derzeit nicht davon aus, dass sich das volkswirtschaftliche Bild rasch wieder aufhellt, da die politischen Belastungsfaktoren (Italien, Brexit, Handelskonflikt USA/China, Schwäche der Regierungskoalition in Deutschland, …) weiterhin für konjunkturelle Bremsspuren sorgen. Obwohl die Dynamik deutlich nachgelassen hat, notieren die absoluten Werte dennoch weiterhin auf unbedenklichen Niveaus. Eine Verlängerung der expansiven Geldpolitik in Europa, wie zuletzt häufiger unter Marktteilnehmern diskutiert, scheint damit unwahrscheinlich. Letzte Aussagen von EZB-Vertretern bestätigen, dass die „Konjunkturdelle“ nach gegenwärtigem Stand als nicht nachhaltig bewertet wird.

Entwicklung Kapitalmärkte:

Die Aktienmärkte tendierten im Oktober einheitlich schwächer. Global war der Handelskonflikt zwischen den USA und seinen Handelspartnern weiterhin das marktbestimmende Thema. Zudem reagierten Marktteilnehmer mit dem Fokus Europa sensitiv auf Aussagen rund um Italien. Die laufende Berichtssaison schaffte es nicht die insgesamt als vorsichtig zu wertende Stimmung zu verändern. Vielmehr verstärkte sich der Abgabedruck mit dem Erreichen relevanter Chart-Marken. Während der DAX 6,5% einbüßte, handelte der EuroStoxx50 5,9% leichter. Auch die US-Indizes beendeten den Berichtmonat mit Abschlägen. Der Dow Jones verlor 5,1%, während der S&P500 per Monatsultimo einen Verlust von 6,9% aufwies. Die negative Tendenz zeigte sich ebenfalls im asiatischen Markt. Der chinesische Shanghai Composite verlor 7,8%, während der japanische Nikkei mit einem Monatsverlust von 9,1% das Schlusslicht der hier betrachteten Indizes bildete.

Für die europäischen Rentenmärkte standen im Oktober neben der konjunkturellen Entwicklung die politischen Unsicherheiten im Fokus. Aufgrund der bereits genannten Schwäche bei den Aktienmärkten konnten allen voran die 10-jährigen deutschen Staatsanleihen in ihrer Rolle als „Safe Haven“ profitieren, deren Renditen von 0,47% auf 0,39% zurückgingen. Diese Risikoaversion spiegelte sich auch bei anderen Staatsanleihen wider. Der Renditeaufschlag italienischer Anleihen gegenüber deutschen Anleihen stieg im Monatsverlauf um 37 Basispunkte auf 3,04% an. Bei spanischen Staatsanleihen bewegte sicher der Aufschlag um 13 Basispunkte auf 1,16%, der Aufschlag französischer Anleihen um 3 Basispunkte auf 0,36%. Sehr deutlich wirkte die Risikoaversion auf Bank- und Unternehmensanleihen. Ohne übermäßige Neuemissionen stiegen die Risikoaufschläge bei Unternehmensanleihen um 8 Basispunkte auf 70 Basispunkte an. Bankanleihen endeten bei einem Aufschlag von 88 Basispunkten, 7 Basispunkte höher als zum Monatsanfang.

Der Euro wertete im Berichtsmonat ggü. dem US-Dollar ab. Zum Monatsultimo Oktober wurde die Währung mit 1,1312 USD/EUR festgestellt (Vormonatsultimo 1,1604 USD/EUR).

Öl der Sorte WTI ging mit 65,31 USD/Barrel (Vormonatsultimo 73,25 USD/Barrel) aus dem Handel. Für Öl der Nordseesorte Brent wurden am Monatsultimo 75,47 USD/Barrel (Vormonatsultimo 82,72 USD/Barrel) bezahlt. Der Goldpreis legte im Oktober zu. Zum Monatsultimo kostete die Feinunze 1.215 USD/Feinunze (Vormonatsultimo 1.191 USD/Feinunze).

Kapitalmarktbericht November 2018

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