Kapitalmarktbericht Dezember 2018

Kapitalmarkt-Information                                            

Konjunktur / politische Entwicklungen:

Konjunkturelle Bremsspuren sind beim Wirtschaftswachstum festzustellen. Im Berichtsmonat unter den Erwartungen publizierte Früh- bzw. Stimmungsindikatoren deuten auf eine Fortsetzung dieser Entwicklung hin. Themen wie der von den USA befeuerte Handelskonflikt, der bisher ungeklärte „Brexit“ oder die Aussicht auf eine restriktivere Geldpolitik tragen zu der vorherrschenden Unsicherheit bei. Die Zeichen deuten insgesamt auf eine gesamtwirtschaftliche Abkühlung hin, wie die in diesen Tagen veröffentlichten Jahresausblicke für 2019 bestätigen. Eine Kernfrage ist, ob es sich um eine nachhaltige oder nur eine temporäre Entwicklung handelt. In diesem Zusammenhang kommt der europäischen Notenbank besondere Bedeutung zu. Während die EZB hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung zuletzt noch Gelassenheit signalisierte, verstärkte sich im Berichtsmonat der Eindruck, dass ihr eine Bewertung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich erscheint. Während Investoren fest mit einer Beendigung der Anleihekäufe zum Jahresende rechnen, mehren sich die Stimmen, die angesichts der politischen und konjunkturellen Belastungsfaktoren ein längerfristig niedriges Zinsniveau für möglich halten.

Entwicklung Kapitalmärkte:

Anhaltende politische Unsicherheit in Kombination mit schwachen konjunkturellen Datenveröffentlichungen führten im November zu einer Fortsetzung der Risikoaversion unter den Anlegern.  Der deutsche Leitindex DAX verlor im Monatsverlauf 1,7%, der EuroStoxx50 gab um 0,8% nach. Der Handelsverlauf an der Wallstreet war von hoher Volatilität geprägt. Zwischenzeitliche Verluste konnten zum Monatsultimo jedoch wieder aufgeholt werden. Der Dow Jones ging 1,7% fester aus dem Handel, der S&P500 verbuchte einen Preisaufschlag i.H.v. 1,8%. An den asiatischen Börsen gab der chinesische Shanghai Composite um 0,6% nach, während der japanische Nikkei 2% zulegen konnte.

Auch die europäischen Rentenmärkte konnten sich der allgemeinen Risikoaversion nicht entziehen. Deutsche Staatsanleihen konnten von ihrem Safe-Haven Status profitieren, so dass die Rendite für 10-jährige Papiere um ca. 8 Basispunkte auf 0,31% zurückging. Die Reaktion anderer europäischer Staatsanleihen war sehr verhalten. Der Risikoaufschlag von Frankreich zu Deutschland erhöhte sich im Monatsverlauf um einen Basispunkt, der Spaniens um drei Basispunkte. Italienische Staatsanleihen handelten aufgrund der bekannten Problematik um den Haushalt für 2019 weiterhin sehr volatil, konnten sich allerdings im Monatsverlauf behaupten, was zu einem Rückgang beim Risikoaufschlag gegenüber Deutschland um 14 Basispunkte auf 290 Basispunkte führte.

Schwach sah dagegen die Entwicklung bei Bank- und Unternehmensanleihen aus. Hier kam es zu Ausweitungen von 70 auf 91 Basispunkte bei Unternehmensanleihen und von 88 auf 110 Basispunkte bei Bankanleihen.

Der Euro handelte im November volatil seitwärts. Mit 1,1317 USD/EUR wertete die Gemeinschafts-währung ggü. dem US-Dollar marginal auf (Vormonatsultimo 1,1312 USD/EUR).

Durch ein gesteigertes Angebot kam der Ölpreis im Berichtsmonat November unter Druck und setzte die im Vormonat begonnene Talfahrt beschleunigt fort. Öl der Sorte WTI ging mit 50,93 USD/Barrel (Vormonatsultimo 65,31 USD/Barrel) aus dem Handel. Für Öl der Nordseesorte Brent wurden am Monatsultimo 58,71 USD/Barrel (Vormonatsultimo 75,47 USD/Barrel) bezahlt. Der Goldpreis legte auch im November leicht zu. Zum Monatsultimo kostete die Feinunze 1.223 USD/Feinunze (Vormonatsultimo 1.215 USD/Feinunze).

Kapitalmarktbericht Dezember 2018

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