Kapitalmarktbericht Mai 2019

Kapitalmarkt-Information                                            

Konjunktur / politische Entwicklungen:

Der Berichtsmonat April war bereits der zweite Monat in Folge, in dem sich die Mehrzahl der Konjunkturindikatoren verbesserte. Frühindikatoren wie Auftragseingänge und Einkaufsmanagerindizes stiegen ebenso an, wie bspw. die Industrieproduktion.

Auch die Beschäftigung legte weiter zu. Signifikant verbesserten sich die aus China vermeldeten Konjunkturdaten- offenbar tragen die fiskal- und geldpolitischen Impulse langsam Früchte. Die Signale der Notenbanken nach einer sanfteren geldpolitischen Wende (Fed) bzw. anhaltend lockerer Geldpolitik (EZB) dürften ebenfalls ihren Anteil an einer Stabilisierung der konjunkturellen Lage haben. Für Jubelschreie ist es indes noch zu früh. Um das zarte Pflänzchen einer konjunkturellen (Zwischen-)Erholung weiter gedeihen zu lassen, wäre in den Folgewochen insbesondere eine Verflüchtigung politischer Belastungsfaktoren, speziell eine Entspannung im Handelsstreit USA-China, notwendig.

Entwicklung Kapitalmärkte:

Überwiegend freundlich präsentierten sich die Aktienmärkte zum Auftakt des zweiten Quartals. Überraschend gute Unternehmenszahlen trugen zu der positiven Entwicklung bei. DAX und EuroStoxx50 legten im Berichtsmonat um 7,1%, bzw. 4,9% zu und konnten neue Jahreshochs erreichen. In den USA waren im April ebenfalls neue Jahreshochs, im S&P 500 sogar neue Allzeithochs zu beobachten. Auf Monatssicht erzielten Dow Jones und S&P 500 Gewinne in Höhe von 2,6% bzw. 3,9%. Uneinheitlich präsentierten sich die asiatischen Märkte. Während der japanische Nikkei mit einem Monatsgewinn in Höhe von 5,0% aus dem Handel ging, legte der chinesische Shanghai Composite mit einem Monatsverlust von 0,4% nach einem außerordentlich starken Auftaktquartal eine Pause ein.

Nach dem ersten Quartal zeigte sich im April die Weltwirtschaft wieder etwas freundlicher. Lediglich Inflationszahlen blieben zumeist hinter den Erwartungen zurück. Diese Kombination unterstütze allen voran Spread-Produkte wie Bank- und Unternehmensanleihen, deren Risikoaufschläge gegenüber dem Assetswap-Satz im Monatsverlauf um 12 bzw. 13 Basispunkte sanken. Ebenso positiv entwickelten sich europäische Staatsanleihen. Der Risikoaufschlag Spaniens gegenüber Deutschland ging um etwa 18 Basispunkte zurück, der Italiens um ca. 16 Basispunkte und der Portugals sogar um 22 Basispunkte. Wegen der positiveren Stimmung zeigten sich Risikomärkte freundlicher, was wiederum zu einem Verkauf von deutschen Staatsanleihen führte, deren Rendite von -0,07% auf 0,13% anstieg.

Der Euro wertete ggü. dem US-Dollar im April leicht ab. Zum Monatsultimo wurde er mit 1,1215 USD/EUR (Vormonatsultimo 1,1218 USD/EUR) festgestellt.

Der Ölpreis entwickelte sich im April anhaltend positiv. Öl der Sorte WTI ging mit 63,91 USD/Barrel (Vormonatsultimo 60,14 USD/Barrel) aus dem Handel. Für Öl der Nordseesorte Brent wurden am Monatsultimo 72,80 USD/Barrel (Vormonatsultimo 68,39 USD/Barrel) bezahlt. Der Goldpreis kam im April zurück. Zum Monatsultimo kostete die Feinunze 1.284 USD/Feinunze (Vormonatsultimo 1.292 USD/Feinunze).

Kapitalmarktbericht Mai 2019

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