Fondsmanagerkommentar September 2017

Fondsmanagerkommentar

Kassensturz

(Geld)politische Ereignisse gehörten in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres zu den Faktoren, die Kapitalmarktteilnehmer ein ums andere Mal vor Herausforderungen stellten: Die ersten Amtshandlungen Donald Trumps als neuer Präsident der USA, Wahlen in den Niederlanden und Frankreich sowie mehrere Zinserhöhungen der US-amerikanischen Notenbank (FED) waren nur einige der Themen, die für Bewegung an den Kapitalmärkten sorgten.

So vielfältig die Themen waren, so unterschiedlich fielen die Anlageergebnisse aus. Um einen Eindruck davon zu erhalten, führen wir einen Kassensturz durch: Wir stellen die Frage, welchen Ertrag ein Anleger, der Euro (EUR) in seinem Besitz hat, mit verschiedenen Anlageklassen in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres erzielt hätte. Dazu betrachten wir die Anlageklassen Aktien (Euro Stoxx 50 sowie S&P 500), Renten (Europäische Staats- sowie Unternehmensanleihen) und Rohstoffe.

Ein EUR-Anleger hätte in den ersten acht Monaten des Jahres mit einer Investition in europäischen Aktien die beste Performance (7%) erzielt. Europäische Unternehmens- und Staatsanleihen sowie US-Aktien folgen in absteigender Reihenfolge. Das schwächste Anlageergebnis hätte mit etwa -16% eine Investition in Rohstoffe eingebracht. Da Rohstoffe in der Regel in US-Dollar (USD) notieren und der EUR gegenüber USD seit Jahresbeginn um etwa 13% aufwertete, fiel das Ergebnis des EUR-Anlegers derart negativ aus. Zum Verständnis: Anlagen in US-Dollar wurden aufgrund des Währungsverlustes – Abwertung des USD = Aufwertung EUR – für den EUR-Anleger weniger rentierlich. Mit Rohstoffen und US-Aktien hätte ein EUR-Anleger einen Verlust erlitten. Dagegen hätte ein USD-Anleger mit Rohstoffen lediglich 5% verloren, mit US-Aktien sogar 12% gewonnen.

Wie geht es nun weiter? Ohne Zweifel bleibt die Geldpolitik  eines der zentralen Themen. Insbesondere von der FED sowie der europäischen Zentralbank (EZB) werden im letzten Drittel des Jahres richtungsweisende Aussagen zur zukünftigen Ausrichtung erwartet. Schnellschüsse, die das insgesamt vorherrschende niedrige Zinsniveau abrupt verändern, sind derzeit nicht zu erwarten. Damit sollten Anlageklassen wie Aktien attraktiv bleiben. Daneben haben politische Sondersituationen wie die schwelenden Nordkorea-Krise oder neue Verlautbarungen der US-Administration z.B. im Hinblick auf die Steuerreform das Potential die Volatilität an den Märkten zu erhöhen. Der Wechselkurs EUR/USD könnte damit einmal mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken.

Veränderungen innerhalb unserer Fonds:

Der WAVE Total Return Fonds R (flexibler, defensiver europäischer Mischfonds mit absolutem, positivem Ertragsziel) startete mit Aktienquote von 10% in den Monat August. Im abgelaufenen Monat variierten wir die Netto-Aktienquote zwischen 5 und 25 %. Die Duration hielten wir bei etwa 0,5 Jahre unverändert.

Der Fondspreis ermäßigte sich im August um 0,62%.

Im WAVE Total Return Fonds Dynamic R (flexibler, ausgewogener europäischer Mischfonds mit absolutem, positivem Ertragsziel) startete mit einer Aktienquote von 20% in den Monat August. Im abgelaufenen Monat variierten wir die Netto-Aktienquote zwischen 10 und 50%. Die Duration hielten wir bei etwa 0,5 Jahre unverändert.

Der Fondspreis ermäßigte sich im August um 0,99%.

Im HannoverscheBasisInvest (Investmentgrade-Rentenfonds, Anlageschwerpunkt EUR) setzten wir weiterhin auf ein diversifiziertes Portfolio aus Staatsanleihen, Covered Bonds, Unternehmensanleihen und ausgewählten Bankanleihen hoher Bonität. Im Laufe des Monats wurde die Gewichtung von französischen Staatsanleihen zu Gunsten von spanischen Wertpapieren reduziert. Die Duration hielten wir – verglichen zur Benchmark – defensiv.

Der Fondspreis stieg im August um 0,31%.

Das Rentenportfolio des HannoverscheMediumInvest (Mischfonds ausgewogen; Aktien, Anlageschwerpunkt Euro-Länder / Investmentgrade-Renten, Anlageschwerpunkt EUR) besteht weiterhin aus einer Mischung von Staatsanleihen, Covered Bonds, Unternehmensanleihen und ausgewählten Bankanleihen hoher Bonität. Im Laufe des Monats wurde die Gewichtung von französischen Staatsanleihen zu Gunsten von spanischen Wertpapieren reduziert. Die Duration hielten wir – verglichen zur Benchmark – defensiv. Das Aktienportfolio setzt sich aus liquiden Standardtiteln aus DAX und EuroStoxx zusammen. Die Netto-Aktienquote variierten wir zwischen 50 und 55%.

Der Fondspreis ermäßigte sich im August um 0,36%.

Der HannoverscheMaxInvest (Aktienfonds, Anlageschwerpunkt Euro-Länder) weist seit Jahresbeginn ein diversifiziertes Aktienportfolio mit Titeln aus DAX und EuroStoxx auf. Die Netto-Aktienquote variierten wir im abgelaufenen Monat zwischen 100 und 105%.

Der Fondspreis ermäßigte sich im August um 0,91%.

Fondsmanagerkommentar September 2017

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