Kapitalmarktbericht April 2018

Kapitalmarkt-Information                                            

Konjunktur / politische Entwicklungen:

Konjunkturell präsentiert sich die Weltwirtschaft weiterhin in guter Verfassung. Jüngste Datenveröffentlichungen deuten jedoch auf eine nachlassende Wachstumsdynamik hin. So haben sich die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe, die als Vorlaufindikator gelten, von Ihren Höchstständen entfernt. 

Im selben Atemzug trübte sich auch der ifo-Geschäftsklimaindex, das Konjunkturbarometer der vom Export abhängigen deutschen Wirtschaft, erneut ein. Die befragten Unternehmenslenker blicken deutlich skeptischer in die Zukunft, obwohl die nachlaufenden realwirtschaftlichen Daten bisher keine Eintrübung signalisieren. 

(Geld-)politische Themen waren im Berichtsmonat einmal mehr Auslöser erhöhter Volatilität: Eine neuerliche Zinserhöhung der US-Notenbank (FED), Spekulationen hinsichtlich der Nachfolge des EZB-Präsidenten Draghis, die unklare politische Situation in Italien und die möglichen Folgen des Brexits waren nur einige davon. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand im Berichtsmonat jedoch die USA: Die Ankündigung von US-Präsident Trump, Strafzölle auf Stahl und Aluminium verhängen zu wollen und nachfolgende Drohgebärden der EU und Chinas sorgten für anhaltende Verunsicherung. Insbesondere Risikoassets wie Aktien reagierten empfindlich. Verständlich, denn speziell protektionistische Maßnahmen haben das Potenzial, den Welthandel empfindlich zu treffen.

Entwicklung Kapitalmärkte:

Im März waren Risikoassets erneut nicht gefragt. Während DAX und EuroStoxx50 2,7% bzw. 2,3% verloren, tendierten die US-Indizes Dow Jones und S&P500 3,7% bzw. 2,7% schwächer. Auch der asiatische Aktienmarkt konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen. Der chinesische Shanghai Composite gab 3,0% nach, während der japanische Nikkei eine negative Performance i.H.v. 4,1% auswies. 

Im Laufe des März kam es zu einem deutlichen Rückgang in den Renditen zehnjähriger Bundrenditen. Aufgrund allgemeiner Risikoaversion sanken die Renditen von 0,66% auf knapp unter 0,50%. Staatsanleihen anderer europäischer Länder wie die Frankreichs und speziell der Peripherieländer Spanien und Italien verzeichneten im Umfeld dieser negativen Marktstimmung überraschend eine Outperformance. Die Renditedifferenz 10-jähriger französischer Staatsanleihen verringerte sich im Monatsverlauf um 3 Basispunkte, die spanischer Titel um 20 Basispunkte gegenüber deutschen Staatsanleihen. Sogar Italien handelte trotz des für die Kapitalmärkte negativen Wahlausgangs Anfang März 2 Basispunkte fester. Die positive Grundstimmung bei Unternehmensanleihen scheint indes im März gestoppt worden zu sein. Der Markt tat sich vor allem schwer, das zusätzliche Angebot aufzunehmen. In der Folge stiegen die Risikoaufschläge bei Industrieanleihen von 34 auf 47 und bei Bankanleihen von 47 auf 63 Basispunkte.

Der Euro wertete im Berichtsmonat März ggü. dem US-Dollar auf. Der Kurs der Gemeinschaftswährung stieg auf 1,23 USD/EUR (Vormonatsultimo 1,2194 USD/EUR).

Der Ölpreis stieg im März an. Öl der Sorte WTI ging mit 64,94 USD/Barrel aus dem Handel, für Öl der Nordseesorte Brent wurden am Monatsultimo 70,27 USD/Barrel bezahlt.

Der Goldpreis stieg im März an. Zum Monatsultimo kostete die Feinunze 1.325 USD/Feinunze (1.318 USD/Feinunze zum Vormonatsultimo).

Kapitalmarktbericht April 2018

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