Fondsmanagerkommentar August 2018

Fondsmanagerkommentar

Erzielung unkorrelierter Erträge

Mitte 2017 haben wir das Anlageuniversum unserer Total Return Fonds erweitert. Neben Investitionsmöglichkeiten in deutsche Nebenwerte, US-Aktien und Nachrangtitel stand dabei die Investitionsmöglichkeit von hochliquiden Staatsanleihen aus den USA und UK im Vordergrund.
Wie wir diese taktisch zur Erzielung von Zusatzerträgen nutzen, möchten wir daher an dieser Stelle erläutern:

Das Zinsniveau diverser Länder hat sich, durch die unterschiedliche Vorgehensweise der globalen Notenbanken, in den letzten Jahren deutlich unterschiedlich entwickelt. So weist die Zinsdifferenz 2-jähriger US-Staatsanleihen verglichen mit 2-jährigen Bundesanleihen aktuell einen Rekordwert auf.

Die divergierende Geldpolitik der Notenbanken bietet Anlegern damit neue Opportunitäten, die unterschiedlichen Zinsentwicklungen verschiedener Länder auszunutzen. Über entsprechende Derivate werden beispielsweise Staatsanleihen eines Landes gekauft und parallel dazu Staatsanleihen eines anderen Landes verkauft. Mit dieser Art des Geschäfts wird nicht auf sinkende oder steigende Renditen gesetzt. Vielmehr versucht man, die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung zweier Länder auszunutzen und profitiert von Bewegungen, die sich unabhängig von der übergeordneten Marktentwicklung vollziehen.

Im vorgenannten Beispiel begründet sich aus empirischen Belegen die Annahme, dass extreme Renditedifferenzen zwischen US-Staatsanleihen und Bundesanleihen langfristig nicht aufrechtzuerhalten sind. Es wird also von einer Verringerung der Renditedifferenz ausgegangen. Entweder, indem die US-Renditen fallen u./o. indem die Bundrenditen steigen. Eine übergeordnete Meinung zur Zinsentwicklung enthält diese Annahme nicht und kann somit als eine Ertragsquelle betrachtet werden, die unkorreliert zur allgemeinen Zinsentwicklung ist.

In unseren Fokus gelangten im vergangenen Jahr auch britische Staatsanleihen. Aufgrund des Brexits rechneten wir damit, dass die britische Notenbank die Zinsen nicht erhöhen würde, um die wirtschaftliche Entwicklung nicht zu dämpfen. Aus diesem Grunde erwarben wir auf Derivatebasis Gilts – das  britische Pendant zur zehnjährigen deutschen Staatsanleihe. Im Gegensatz dazu verkauften wir, in Erwartung einer vergleichsweise restriktiveren US-Notenbank, US-amerikanische Staatsanleihen. Wir setzten somit auf eine Ausweitung der Renditedifferenz zwischen britischen und US-Staatsanleihen.

Tatsächlich entwickelte sich die Renditedifferenz in der Folge wie von uns antizipiert. Dieses Geschäft erwirtschaftete somit einen positiven Ergebnisbeitrag für das Portfolio.
Diese Ertragsquelle wird auch zukünftig genutzt, um die Fonds zu diversifizieren und die Wertentwicklung zu stabilisieren.

Veränderungen innerhalb unserer Fonds:

Im WAVE Total Return Fonds R (flexibler, defensiver europäischer Mischfonds mit absolutem, positivem Ertragsziel)  erhöhten wir im Berichtsmonat den Anteil an kürzer laufenden Anleihen zu Lasten länger laufender Bank- und Unternehmensanleihen. Um eine Veränderung der durchschnittlichen Zinsbindung zu vermeiden, wurden bestehende Derivate-Positionen geschlossen. Der Fonds wurde mit Aktienquoten von 15% - 25% durch den Juli gesteuert. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Anleihekomponente hielten wir weiterhin deutlich verkürzt bei Werten zwischen 0,5 und 1 Jahr.

Der Fondspreis stieg im Juli um 0,92%.

Im WAVE Total Return Fonds Dynamic R (flexibler, ausgewogener europäischer Mischfonds mit absolutem, positivem Ertragsziel) erhöhten wir im Berichtsmonat den Anteil an kürzer laufenden Anleihen zu Lasten länger laufender Bank- und Unternehmensanleihen. Um eine Veränderung der durchschnittlichen Zinsbindung zu vermeiden, wurden bestehende Derivate-Positionen geschlossen. Der Fonds wurde mit Aktienquoten von 30% - 50% durch den Juli gesteuert. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Anleihekomponente hielten wir weiterhin deutlich verkürzt bei Werten zwischen 0,5 und 1 Jahr.

Der Fondspreis stieg im Juli um 1,59%.

Im HannoverscheBasisInvest (Investmentgrade-Rentenfonds, Anlageschwerpunkt EUR) erhöhten wir im Juli den Anteil an kürzer laufenden Anleihen zu Lasten länger laufender Bank- und Unternehmensanleihen. Um eine Veränderung der durchschnittlichen Zinsbindung zu vermeiden, wurden bestehende Derivate-Positionen geschlossen. Die Duration hielten wir – verglichen zur Benchmark – leicht verkürzt.

Der Fondspreis ermäßigte sich im Juli um 0,15%.

Im Rentenportfolio des HannoverscheMediumInvest (Mischfonds ausgewogen; Aktien, Anlageschwerpunkt Euro-Länder / Investmentgrade-Renten, Anlageschwerpunkt EUR) erhöhten wir im Berichtsmonat den Anteil an kürzer laufenden Anleihen zu Lasten länger laufender Bank- und Unternehmensanleihen. Um eine Veränderung der durchschnittlichen Zinsbindung zu vermeiden, wurden bestehende Derivate-Positionen geschlossen. Das Aktienportfolio bestand unverändert aus liquiden Standardtiteln aus DAX und EuroStoxx. Die Netto-Aktienquote variierten wir zwischen 50 und 60%. Die Duration hielten wir – verglichen zur Benchmark – leicht verkürzt.

Der Fondspreis stieg im Juli um 2,13%.

Der HannoverscheMaxInvest (Aktienfonds, Anlageschwerpunkt Euro-Länder) wies im Berichtszeitraum eine Titelauswahl von Aktien aus DAX und EuroStoxx auf. Die Netto-Aktienquote  variierten wir im Februar zwischen 100 und 110%.

Der Fondspreis ermäßigte sich im Juli um 1,59%.

 

Fondsmanagerkommentar August 2018

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