Kapitalmarktbericht September 2018

Kapitalmarkt-Information                                            

Konjunktur / politische Entwicklungen:

Das konjunkturelle Sommerhoch hatte sich angedeutet: die einheitlich schlechte Stimmung von Analysten, Unternehmern und Ökonomen lieferte den Nährboden für positive Überraschungen, die im Berichtsmonat August tatsächlich eintraten. Das US-BIP im zweiten Quartal wuchs mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 4,2%, der Wert für die Eurozone wurde von 0,3 auf 0,4% hochrevidiert. Der Geschäftsklimaindex des Münchner ifo-Instituts sowie der ZEW-Index kletterten das erste Mal in 2018, der ifo-Index sogar so stark wie seit 2014 nicht mehr.

Und auch wenn sich die Einkaufsmanagerindizes als klassische Frühindikatoren nicht anschließen konnten, muss man diesen zugutehalten, dass sie inzwischen das sechste Jahr in Folge oberhalb der Wachstumsschwelle notieren. Die Weltkonjunktur präsentiert sich insgesamt also weiterhin robust.

Übergroßer Optimismus erscheint dennoch fehl am Platze. Mit dem nach wie vor schwelenden globalen Handelskonflikt, Problemen in den Schwellenländern und (geo-)politischen Unsicherheiten – wie z.B. dem nach wie vor ungeklärten Brexit – existieren zahlreiche Belastungsfaktoren, die die weitere Entwicklung ungewiss erscheinen lassen.

Entwicklung Kapitalmärkte:

Aktien beendeten den Monat August uneinheitlich. Europäische Aktienindizes tendierten schwächer. DAX und EuroStoxx50 gaben 3,4% bzw. 3,8% nach. Belastende Themen waren dabei einerseits der Handelskonflikt, andererseits die Schwellenländerkrise mit den Epizentren Türkei und Argentinien.
Die US-Indizes schlossen sich dieser Entwicklung nicht an und beendeten den Berichtmonat mit Aufschlägen. Der Dow Jones legte 2,2% zu, der S&P500 per Monatsultimo 3,0%. Der asiatische Aktienmarkt tendierte im August uneinheitlich. Der chinesische Shanghai Composite verlor infolge der Zuspitzung des Handelskonflikts 5,3% während der japanische Nikkei um 1,4% anstieg.

An den Rentenmärkten war der Monat August geprägt von Währungsabwertungen und Renditeanstiegen in den relevanten Schwellenländern, bspw. der Türkei, die sich auch auf die Entwicklung der europäischen Rentenmärkte auswirkten. Aufgrund der hohen Nachfrage risikoaverser Anleger, gingen die Renditen 10-jähriger deutscher Staatsanleihen im Monatsverlauf um ca. 11 Basispunkte von 0,44% auf 0,33% zurück.

Gleichzeitig stieg die Renditedifferenz anderer europäischer Staatsanleihen gegenüber deutschen Staatsanleihen zum Teil deutlich an: Frankreich um 6 Basispunkte, Spanien um 18 Basispunkte und Italien um 62 Basispunkte. Bei Bank- und Unternehmensanleihen sahen wir im August (vor allem bei den Banken) eine hohe Emissionstätigkeit, die zu höheren Risikoaufschlägen bei den Sekundäranleihen führte. Insgesamt stiegen die Risikoaufschläge von Unternehmensanleihen und Banken im August an.

Der Euro wertete ggü. dem US-Dollar zum Monatsultimo August auf 1,1602 USD/EUR ab (Vormonatsultimo 1,1691 USD/EUR).

Öl der Sorte WTI ging mit 69,80 USD/Barrel (Vormonatsultimo 68,76 USD/Barrel) aus dem Handel. Für Öl der Nordseesorte Brent wurden am Monatsultimo 77,42 USD/Barrel (Vormonatsultimo 74,25 USD/Barrel) bezahlt. Der Goldpreis gab im August nach. Zum Monatsultimo kostete die Feinunze 1.203 USD/Feinunze (Vormonatsultimo 1.224 USD/Feinunze).

Kapitalmarktbericht September 2018

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